Tipps & Tricks

Bambusdüngung

Bambus ist ein Starkzehrer. Er wird also in der Regel ohne eine ergänzende Stickstoffdüngung seine angegebenen Endhöhen nicht erreichen. Gedüngt wird vom zeitigen Frühjahr bis zum Sommerbeginn 3x, in Abständen von ca. 4 Wochen. Pro Quadratmeter 60-150 Gramm je nach Pflanzengröße. Der im Handel angebotene Bambusdünger enthält alle für den Bambus wichtigen Nährstoffe. Außerdem können Sie jeden Rasendünger oder einen ganz normalen NPK-Dünger verwenden. Zum Düngen eignet sich auch jede Art von Mist, denn Mist hat einen hohen Stickstoffanteil.

Bambusblüte

Die Blüte ist wie bei allen Gräsern unscheinbar. Bei Bambus ist sie äußerst selten. Die Blühintervalle einiger Arten können bis zu 120 Jahren betragen. Manche Arten (Fargesien) erschöpft die Blüte so sehr, dass sie absterben. Bei Pflanzen, die noch nicht stark blühen, ist eine starke Düngung Erfolg versprechend. Geeignet sind Düngemittel mit einem hohen Anteil an Stickstoff wie zum Beispiel Blaukorn. Diese Maßnahme kann die Blüte um einige Jahre verzögern, aber letztendlich nicht aufhalten. Nach der großen Blüte von Fargesia in den 1990er Jahren wurden neue Sorten selektiert. Bei diesen neuen Sorten dürften die nächsten 60-100 Jahre keine Blüten zu erwarten sein. Ungeachtet dieses Wissens werden immer noch Pflanzen der alten Generation angeboten. Nachfolgend finden Sie eine Auflistung von Sorten, die auf keinen Fall mehr gepflanzt werden sollten, sowie geeignete Beispiele von neuen Selektionen.

Alte Generation Fargesia nitida Wakehurst, Fargesia nitida Nymphenburg

Neue Generation Fargesia nitida Great Wall, Fargesia rufa, Fargesia Asien Wonder

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Bromelien

In charakteristisches Merkmal dieser Pflanzenfamilie ist der gestauchte Stamm, also eine Rosette als  Wuchsform. So können sie einen Blatttrichter ausbilden, in denen sie Wasser sammeln und aufnehmen können. Diese „Teiche“ können als Biotop für viele Froscharten genutzt werden. Sie leben in den Bromelien und pflanzen sich hier auch fort. 

Beispielpflanze: Neoregelia schultesiana “Fireball” ist eine attraktive, mittelgroße Bromelie, die wegen ihrer Robustheit zur Zucht von Pfeilgiftfröschen verwendet wird.  Bei starker Beleuchtung färbt sich diese anspruchslose Bromelie rot, bildet mehrere Kindel. Sie kann auch für Regenwaldterrarien mit Lurchen und Echsen verwendet werden.

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Erlebniswege

Kaum etwas wirkt langweiliger als lange und schnurgerade Wege. Planen Sie jede Streckenführung in sanften Bögen bzw. aus der optischen Achse heraus versetzt. Lassen Sie einen Weg z. B. hinter einem Strauch oder Felsen verschwinden, so dass sich beim Durchwandern neue Ausblicke erschließen lassen. Variieren Sie die Wegebreite, aber auch das begehbare Material.  Es eröffnen sich sehr reizvolle Gestaltungsmöglichkeiten durch Seilbrücken, Bambusdschungel und vieles andere mehr. Besonders jüngere Zoobesucher erleben solche Elemente als ‚Abenteuer‘, das es unter einigen Anstrengungen zu bestehen gilt – und dies ist ein wichtiger Teil eines jeden Freizeitangebotes.

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Wurzelware

So nennt man ein bis drei Jahre alte Sträucher und Bäume mit nackten Wurzeln, die in der Vegetationsruhe zwischen Herbst und Frühjahr verkauft werden. Für Zoologische Einrichtungen bietet die Wurzelware verschiedene interessante Aspekte: Extrem preisgünstig, viele Arten sind schnellwüchsig, Nutzung als Futterpflanze und als Gehegesicherungsgehölz möglich, geringer Pflegeaufwand, Pflanzzeit: Frühjahr oder Herbst. Beispiele für Pflanzen als Wurzelware: Weiden in Sorten, Schlehen, Weißdorn, Rotdorn, Berberitzen

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Bepflanzung von störenden Gehegekonstruktionen

Gehegekonstruktionen lassen sich mit Kletterpflanzen hervorragend optisch auflösen. Sind Grenzen als solche nicht zu erkennen, wirkt das Gelände oder das Gehege großzügiger. Eine preiswerte Umsetzung ist mit gestäbten Efeupflanzen möglich. Nimmt man die Stäbe heraus können auch Spundwände oder Brüstungen mit diesem Material verdeckt werden.

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Frühlingszwiebeln

Bei frostfreiem Boden können Sie jetzt noch Blumenzwiebeln pflanzen, die Sie im Herbst vergessen haben. Sie blühen in der Regel noch im Frühling auf, wenn auch meist etwas später. Wenn die Zwiebeln schon austreiben, werden sie nicht tief in die Erde gedrückt, sondern flach eingepflanzt. 

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Formschnitt

Im Ruhemonat Januar können harte Wildsträucher geschnitten werden, aber nur wenn die Tage frostfrei sind. Ideal ist der Schnitt für Holunder, Haselnuss, Weide und Schlehe. Forsythie, Zierjohannisbeere, Falscher Jasmin, Weigelie oder Deutzie als Decksträucher können sogar bis auf den Stock runtergeschnitten werden. Besser ist es nur die stärksten Triebe zu entfernen und die schwächeren zu kürzen. So verjüngen Sie den Strauch und seine räumliche Wirkung bleibt erhalten.

Der Artikel ist auch in English Site of Planttrade Winkendick GmbH verfügbar.